Teilnehmende Ateliers und Galerien 2018

 

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht aller teilnehmenden Ateliers und Galerien. Um sich bestimmte Kunstgattungen oder die Teilnehmer/innen eines einzelnen Wochenendes anzeigen zu lassen, benutzen Sie bitte das Auswahlmenü.

 

 

Thomas Hecht

TausendgrünMalerei, Installation, Fotografie, Performance, Text, Sound, Musik, Wochenende 1 – 2./3. Juni 2018
Harkortstr. 23 44225 Dortmund http://www.t-hecht.de

Werkbeschreibung

 

In Kürze zu meinem Leben und zu meiner Kunst

Mein Leben war und ist geprägt durch eine bipolaren Symbiose von mystischen Erleben gepaart und in Wechselwirkung stehend mit einer sehr hohen Empfindsamkeit, ( aus psychiatrischer Sicht “Dünnhäutigkeit“), als Resultat einer auch noch in der Gegenwart nachwirkenden Verklärung von Personen, Gegenständen, z. B Kunstwerken, Ereignissen oder Ideen. Hierbei stellte ich im Zuge eines diesem Erleben immanenten, immensen Leidensdruckes, immer wieder Werte und Normen der Gesellschaft vehement in Frage, und beging Grenzüberschreitung auf die der Staat mit scharfer Restriktion, etwa der wiederholten Abschiebung in die Psychiatrie reagierte.
Mein mystisches Erleben des All-eins-seins mit dem Göttlichen in der Welt in meinen so genannten Psychosen, bildete das für mich bitter notwendige, bipolare Gegengewicht zu der Bedrohung meiner eigenen Zeit, die sich nach meiner Erkenntnis in einer schrecklichen Krise der menschlichen Gesellschaft befand und immer noch befindet. So waren meine Visionen wie etwa in meinem Bild “Der apokalyptische Ritter” aus jener Zeit, in einem wahrhaften apokalyptischen Pathos entstanden. Darin ist der Liebende, Erfüllte, mit sich selbst und der Natur in Einklang lebende Mensch, wie ich ihn in meinem Inneren fand, wie ich entmenschlicht worden, zu etwas anthropomorphen, dämonischen, in einer bedrohlichen Welt, aus maschinellen Kreaturen, deren Beobachtung mir erschreckende Kälte und Teilnahmslosigkeit zu verraten schien. Diesem Alptraum entfesselter Technologie und der Unmöglichkeit von wahrhafter erfüllter Liebeserfahrung, wie es mein Bild “Todesvogel einer unerfüllbaren Liebe” zeigt, stelle ich meine Lautmalerei der reinen Magie und Verzückung in meinem auf der Gitarre vertontem, kurzem Gedicht “Verse an vielen Abenden oder mächtige Ströme des Segens” gegenüber und lasse dann die Stille nach meinem Gedicht “Der Fremde” walten. Dies als Vision einer Welt der Träger gutherziger, hoffnungsfroher und zuversichtlicher Träumer gleichsam der Entwicklung der Raupen zum Schmetterling und ihr kurzes unbedarftes Leben, weiterhin träumend und leben für eine Welt in der sich Männer und Frauen wortlos und selig vereint in den Armen liegen, wie einst wohl im Paradiese.
So geht es mir zum Beispiel in der Malerei nicht nur um die mystische Verwandlung von Figürlichem bis zur Steigerung zur Metapher. Es handelt sich um eine Mythologie ganz persönlicher Art, hinter der sich eine poetische Traum,- und leider ab und zu auch Alptraumwirklichkeit verbirgt. Dafür habe ich ein ganz persönliches Arsenal an Mitteilungszeichen ausgebildet und damit ein bildnerisches Äquivalent für jene Welt innerer Vorstellungen gefunden, die ich rein gegenständlich gar nicht formulieren könnte, oder nur mit Zuhilfenahme des Zufalls und dem, was ich aus dem Unbewussten in ihm sehe und was sich aus den Linien dann daraus entwickelt.
So sind Malerei, Sprache, sowie auch im besonderen in Kombination mit der Musik mir Medien zur Möglichkeit der Mitteilung aus seelischen Tiefenzonen und alle drei Medien in denen ich mich ohne eine Trennlinie ziehen zu müssen, oder zu wollen, frei bewege.
Und so spiegelt mein gesamtes künstlerisches Schaffen und mein gesamtes Leben (welches ich auch als Kunstwerk an sich betrachte, auch und gerade in all seiner Alltäglichkeit), meine Suche und mein immer wieder finden nach Sinn, Bedeutung und Richtung in einer von technischen und bürokratischen Zwängen beherrschten Welt,- (in meinem Fall gar noch staatlich- juristischer Kontrolle, da ich im Zuge meiner psychischen Erkrankung und der Zwangsbehandlung in der Psychiatrie mit einer Körperverletzung straffällig geworden bin und mich noch in der Bewährung vom Maßregelvollzug befinde),- und bietet mir Identität und hoffentlich auch immer mehr Integration im kulturell, sozialen Kontext, denn ich vermag erst zu atmen durch und mit diesen Zeilen und in der Hoffnung das jemand meine Flaschenpost findet, aufhebt und vielleicht sogar ein kleines Stück davon für sich bewahren mag…
So schreibe und male ich weiter mit der Kraft mit der mich meine Emotionen treiben und dem was mein Intellekt in meinen Emotion, dem Entstandenem, sieht. Der Punkt an dem Intellekt und Emotion im wahrhaftigsten mir möglichem Ausdruck überein zustimmen scheinen, ist der Moment der Vollendung meines Werkes.

 

Vita

 

Wesensartbezeichnung: Künstler ( Schriftsteller, Maler und Musiker)
Beruf: Mensch

1994 Aufführung meines ersten Theaterstückes “Alles völlig umsonst” im Original in Französisch geschrieben mit dem Titel “Tout pour rien du tout” in einem autonomen Zentrum in Lausanne

2000- 2002 Teilnahme an dem Projekt “Spaces to live” mit Unterstützung der Europäischen Kommission – Generaldirektorat Bildung und Kultur- vom 27. Mai 2002 bis 26. Mai 2003

Seit ca. 2006 Teilnahme an dem von der Eu geförderten Projekt “Art Transmitter”, unter http://www.art-transmitter.de, welches bildnerische Kunst von psychisch erkrankten Künstlern neben “normalen” Künstlern im öffentlichen Raum ausstellt, zur Entstigmatisierung und Integration von Menschen mit einer psychischen Erkrankung. In diesem Jahr nahm ich in diesem Rahmen an einer Ausstellung der Verkehrsbetriebe im Dortmunder Kundenzentrum teil

Seit 2005 mehrere Veröffentlichungen in der Zeitschrift für Sozialpsychiatrie – Literatur – Kunst “Brückenschlag “ des Paranus Verlages Neumünster

Seit 2005 Mitglied in der von uns gegründeten Künstlergemeinschaft “Geier- WG” in der Dortmunder Nordstadt. Wir gebe eine gemeinsame Zeitung “Die Avocado” heraus, haben eine eigene Webseite unter geier-wg.de, dort meinen ersten Gedichtsband mit dem Titel “Verse an vielen Abenden” herausgebracht, in der dritten Neuauflage in der endgültigen universellen Form “Verse für alle Zeit”, Exemplare sind archiviert in der deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main und in Leipzig
Habe jetzt eine eigene Homepage unter: http://www.t-hecht.de

Mai 2010 u. Oktober 2011 Veröffentlichungen von Lyrikbeiträgen im Literaturmagazin aus OWL namens “Tentakel”

2010 Veröffentlichung einer Anthologie von Liebesgedichten von Männern und Frauen mit dem Titel “Mannsbilder/ Gefühlsecht” im Selbstverlag über Fritz Andrezejewski in Köln in der ich mit einigen Gedichten vertreten bin und der sehr interessiert aufgenommen wurde und mehrfach aufgelegt worden ist.

Dezember/Januar 2010 Ausstellung “Sexualität und Sehnsucht” aus der Motivation des Engagement zur Entstigmatisierung von Menschen mit seelischem Leidendurch das Medium des schöpferischen Ausdrucks, der Kunst im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund unter der Schirmherrschaft des Vereins “Art-transmitter.der durch ein Eu-Projekt der Eu gefördert wird

2011 Veröffentlichung von einigen meiner Gedichte in einer Anthologie aus dem Bereich “Kreatives Schreiben” unter dem Titel “SchreibMedizin” im Selbstverlag von von Fritz Andrezejewski in Köln.

2011 Veröffentlichung eines Liebesgedichtes in der Anthologie mit dem Titel “Chilli für die Venus” des Wunderwaldverlages in Erlangen, der auch auf der Leipziger Buchmesse präsentiert wurde und wegen der großen Nachfrage jetzt neu aufgelegt wird.
Mai 2011 Ausstellung meiner bildnerischen Werke in der LWL Klinik in Gütersloh
mit “Art-transmitter”

31.Oktober 2011, Reformationstag, Ausstellung u.a meines Bildes zur Reformation der Psychiatrie in der Martin Luther Kirche in Gütersloh.

2013 Teilnahme mit drei bildnerischen Arbeiten an der Verkausausstellung des Kunsthaus Kannen der Alexianer in Münster, Westfalen

In den letzten Jahren habe ich mich wieder intensiv der Musik, dem Gitarrespiel, sowie auch dem Keyboard gewidmet mit eigenen Kompositionen, Variationen zu Bachs Bourree sowie Beethovens Mondscheinsonate auf der Gitarre, sowie vertonte Gedichte die ich singe im stream of conciousness ähnlich wie Allen Ginsberg und eigenen Songs in Englisch, Deutsch und Französisch. Ich arbeite gerade an den Aufnahmen zu meinem ersten Album mit dem Titel “Like only you can do”
Ein kleiner Teil davon steht neben meiner anderen künstlerischen Arbeit bereits auf meiner Homepage und die neueren Musikstücke von mir werde ich auch sobald wie möglich auf meine Webseite setzen alles unter der bereits oben genannten eigenen Webdomäne:

http://www.t-hecht.de