Teilnehmende Ateliers und Galerien 2016

 

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht aller teilnehmenden Ateliers und Galerien. Um sich bestimmte Kunstgattungen oder die Teilnehmer/innen eines einzelnen Wochenendes anzeigen zu lassen, benutzen Sie bitte das Auswahlmenü.

 

 

Heide Kemper

Depot, Atelier 12/11Installation, Objekt, Sonstiges, Wochenende 2 28./29. Mai
Immermannstr. 29 44147 Dortmund Telefon: 0231 - 9822349 www.heidekemper.de

Werkbeschreibung

KemperHeide- tangled cocoon_o.T.

 

Der Werkstoff Glas spielt seit mehr als 20 Jahren eine wichtige Rolle in meinem künstlerischen Schaffen: Dieses rätselhafte Material, das sich in die ungewöhnlichsten Formen bringen lässt, seine Transparenz, Elastizität und Unberechenbarkeit fordern mich immer wieder heraus.
Bei meinen Arbeiten fangen die Glaskanten und die eingearbeiteten Lufteinschlüsse das Licht ein, geben es wieder zurück, zerlegen es in seine Spektralfarben. Das Glas beginnt zu Leben. Licht wird zu Raum.

Mit meinen Arbeiten will ich berühren, zum Innehalten anregen und gerne auch erfreuen. Meine Themen sind heiter wie z.B. das tanzende Paar, die Traummänner – oder sinnlich wie die Kokons, – aber auch politisch wie die Tränen des Regenwaldes oder die Fliehenden.
„Heide Kempers bisheriges Schaffen zeichnet aus, dass sie ebenso kontinuierlich wie souverän in den verschiedenen Glastechniken arbeitet, je nach Auftrag und – bei ihren freien Arbeiten – je nach künstlerischer Idee: Sandstrahlen, Glasschmelzen, Pâte de verre-Technik, Ofen- und auch Sandguß, Glasblasen am Studioofen und insbesondere Glasfusing, dem sie mit unerschöpflicher Experimentierfreude ganz eigene Effekte abzugewinnen vermag. Diese Vielfalt in den Techniken, die Freude am Experimentieren mit Materialien und die Vielzahl von Themen kennzeichnen ihren künstlerischen Lebensweg.“ ( Silvia Schmidt-Bauer, Kunsthistorikerin M. A.)

Zum Thema „Der innere Raum“ entstanden verschiedene Glasobjekte. Der Kokon, Sinnbild für das beschützte Entstehen, taucht in diesem Zusammenhang immer wieder auf.

Meine Kokons sind mal dicht und geordnet, mal umspinnen Glasfäden wie ein wirres Knäuel etwas Innenliegendes. Das Glas, fragil und zerbrechlich aber auch fest und elastisch, umschlingt den Körper sanft, umklammert ihn nicht sondern lässt ihm Raum.
Die zarten Glasfäden und darin eingeschlossene kleine Luftblasen fangen das Licht ein, geben es wieder zurück, zerlegen es in seine Spektralfarben. Das Glas beginnt zu leben. Licht wird zu Raum.

Der Entstehungsprozeß ist sehr unmittelbar, aufregend, spannend und oft ein wenig experimentell.
Hergestellt werden die Glasfäden mit einem speziellen Stringerofen: Rohglas wird auf ca. 950° erhitzt, fließt rotglühend durch eine kleine Öffnung und wird von mir – noch heiß – aufgefangen und geformt. Das Kokon-Innere, vor dem Verbrennen geschützt, wird umfangen, die Schutzhülle später wieder entfernt.

 

KemperHeide_Gespinst I

Vita

KemperHeide_Portrait

 

1953 in Dortmund geboren, im ersten Leben Bankkauffrau, Betriebswirtin und Verwaltungsangestellte. Abitur 1985 über den zweiten Bildungsweg und von 1986 bis 1993 Objekt-Design-Studium an der FH Dortmund (Diplom). Während des Studiums erste Glas-Kontakte.

Seit 1993 Arbeit als freiberufliche Künstlerin und Designerin mit dem Lieblingswerkstoff Glas in den heißen Techniken Fusing, Pâte de verre, Sandguss und Studioglas.

Initiatorin der Kulturwerkstatt Depot in Dortmund. 1996 Anmietung der denkmalgeschützten Straßenbahnhauptwerkstatt durch den Verein Depot. Konzeption und Umnutzung der Räume zu einem Zentrum für Handwerk, Kunst, Medien und Nachbarschaft, während dieser Zeit 6 Jahre Vorstandsmitglied. Seit 1992 eigenes Atelier im Depot. 2001 – 2003 Lehrauftrag an der FH Hildesheim, FB Gestaltung. Seit 2008 wieder im Vorstand des Depot.
Seit 1989 zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, Auftragsarbeiten im privaten und öffentlichen Raum.

Mitglied im BBK Ruhrgebiet, Mitglied der Kulturmeile Nordstadt